Fremdplatzierungen: Landrat hakt nach

  03.04.2025 Baselbiet

Mehrere Hunderttausend Menschen waren im 20. Jahrhundert in der Schweiz von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen betroffen – auf behördliche oder private Anordnung hin. Viele wurden Opfer von Misshandlungen, Missbrauch und Ausbeutung. Im Baselbiet hat sich 2019 eine Arbeitsgruppe mit der Thematik befasst. Als Ergebnis ihrer Arbeit wurden unter anderem 13 halbrunde «Gedenkbänke» im Kanton aufgestellt, Entschuldigungen ausgesprochen und Anlaufstellen geschaffen. Landrat Stephan Ackermann (Grüne, Pratteln) genügt das nicht. In einem vergangene Woche im Parlament eingereichten Vorstoss kritisiert er, dass keine weitergehenden Wiedergutmachungsmassnahmen beschlossen wurden. In seiner Interpellation erkundigt er sich nach der Möglichkeit von kantonalen Solidaritätsbeiträgen zusätzlich zu den Bundesbeiträgen, wie sie Zürich und Schaffhausen eingeführt haben. Zudem fragt Ackermann nach der Schaffung eines Gedenkortes, einer systematischen historischen Aufarbeitung und nach Unterstützungsangeboten. vs.


Möchten Sie weiterlesen?

Ja. Ich bin Abonnent.

Haben Sie noch kein Konto? Registrieren Sie sich hier

Ja. Ich benötige ein Abo.

Abo Angebote