Liestaler Trinkwasser ist mit Kolibakterien belastet

| Fr, 05. Jul. 2019

Das Trinkwasser im Baselbieter Kantonshauptort Liestal sowie in fünf weiteren Gemeinden in der Umgebung ist mit Kolibakterien verunreinigt. Wann Entwarnung gegeben werden kann, ist laut den Behörden noch offen.

Von der Trinkwasserverschmutzung betroffen sind neben Liestal auch die Baselbieter Gemeinden Arisdorf, Lausen, Seltisberg und Lupsingen sowie das solothurnische Nuglar-St. Pantaleon. Diese Kommunen haben das Trinkwasser von Liestal bezogen, wie die Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion Baselland am Freitag mitteilte.

Ursache noch ungeklärt

Noch ist laut den Behörden nicht klar, weshalb das Trinkwasser mit Fäkalbakterien verunreinigt ist. Festgestellt wurde die Verschmutzung bei Messungen, die das Baselbieter Amt für Lebensmitteilsicherheit und Veterinärwesen im Auftrag der Stadt Liestal durchführt.

Für die betroffene Bevölkerung hat der Baselbieter eine Hotline mit der Nummer 0800 800 112 eingerichtet. Am Freitagnachmittag war zunächst offen, wann Entwarnung gegeben kann. Bis sämtliche Wasserleitungen dekontaminiert sind, könne es mehrere Tage dauern, hielt die Volkswirtschaft und Gesundheitsdirektion fest.

Trinkwasser weiterhin abkochen

Die Bevölkerung wurde deshalb aufgefordert, weiterhin das Trinkwasser abzukochen. Durch das Abkochen während mindestens drei Minuten werden Mikroorganismen abgetötet.

Babynahrung soll nach Angaben der Behörden möglichst nur mit Mineralwasser zubereitetet werden. Lebensmittel wie Salat und Gemüse, die roh verzehrt werden, sollten nur mit abgekochtem Wasser abgespült werden. Die Verwendung von Wasser für die persönliche Körperhygiene wie etwa duschen sei dagegen kein Problem, heisst es weiter. sda. 

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