Faszinierende Eigenschaft des Pfropfens
03.04.2025 SissachEbenrain-Zentrum für Landwirtschaft, Natur und Ernährung
Das Ebenrain-Zentrum für Landwirtschaft, Natur und Ernährung verfügt neben den kantonalen Verwaltungsaufgaben über ein breites Kursangebot. So auch über einen Kurs zum Thema «Umpfropfen» für Laien und Fortgeschrittene.
Obstbäume besitzen die faszinierende Eigenschaft, umgepfropft werden zu können. Wir nennen es auch «zweien», «veredeln» oder einfach «umstellen». Je nach Methode wird ein Ästchen oder auch nur eine Knospe einer Zielsorte auf eine bestehende Obstsorte aufgesetzt. Wenn alles gut geht, wächst das Transplantat an und entwickelt sich zu einem Ast, der Früchte der Zielsorte trägt.
Historisch hatten solche Techniken eine grosse wirtschaftliche Bedeutung. Hochstammbäume brauchen relativ viel Zeit, um in den Vollertrag zu kommen. Der Sortenwechsel durch Zweien erlaubt es, die unproduktive Phase der Jungbäume zu überspringen, indem die neue auf die alte Sorte aufgesetzt wird.
Nach wie vor bedeutungsvoll ist das Veredeln im Hausgarten. Häufig stellen wir fest, dass unser Obstbaum, egal ob Hoch- oder Niederstamm, weniger krankheitsresistent, fruchtbar oder widerstandsfähig gegenüber dem Klimawandel ist als gedacht. Oder wir ernten mehr als uns lieb ist, weil wir mit der Verarbeitung nicht nachkommen. Mit mehreren Sorten am Baum kann die Ernte gestaffelt werden. Zudem kann das Umstellen auf robuste Sorten die Gesamternte steigern, also regelmässiger und qualitativ hochwertiger machen.
Möchten Sie es auch lernen? Dann melden Sie sich doch zu unserem Veredelungskurs an.
Ebenrain-Zentrum für Landwirtschaft, Natur und Ernährung
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