MEINE WELT

Fr, 12. Jul. 2019

Grüezi

Als ich ein Kind war, haben mir meine Eltern das Grüezi-Sagen beigebracht. Ich habe schnell gelernt, wie brückenbauend diese kulturelle Kleinigkeit sein kann. Fortan habe ich immer gegrüsst. Und es wurde meistens zurückgegrüsst. Ausnahmen bildeten allenfalls Frau S. aus der Nachbarschaft, die meistens bereits damit ausgelastet war, ihren Griesgram zur Schau zu tragen. Und die Passanten in Basel, die verwundert bis erschrocken geguckt haben, wenn ich Landei ihnen so unvermittelt ein «Grüezi» entgegenschleuderte. Ansonsten traf ich auf erfreute, den Gruss erwidernde Leute – egal ob im Dorf, im Bus, im Zug, im Laden, in der Badi oder auf dem Wanderweg.

Und heute? Ich finde, das Kulturgut befindet sich im Zustand der Zersetzung. Das Grüezi, dieses zwar oberflächliche einander…

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